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Niedersachsen ist (sich) sicher

Dank CDU und FDP, sowie einer geringfügigen Investition von 10,5 Millionen Euro für einen Landtagsausschuss, sowie 150.000 Arbeitsstunden der Sicherheitsbehörden, steht jetzt immerhin für die Landesregierung fast ganz sicher fest: "Niedersachsen ist ein sicheres Land". Leider hat sich der Ausschuss in der Kürze der Zeit und ob der spärlichen Mittel nur mit "Islamistischem Terror" beschäftigt. Der Himmel kann uns also immer noch auf den Kopf fallen.

Und damit nicht genug: Bis 2031 soll die heute nachmittag offiziell aufgenommene Suche nach einem neuen atomaren Endlager dauern. Das erscheint mir fast ein wenig dürftig in Anbetracht der Tatsache, dass in Gorleben 25 Jahre lang geologische Unter­suchungen von der BGR durchgeführt wurden (1977 – 2000, 2010 – 2012). Und zwar bis heute ohne Sicherheit über die Eignung als Endlager. Was sind da schon 14 weitere Jahre.

Hier noch eine kleine Erinnerung, wonach da gesucht wird:

Der gesuchte Standort für ein Endlager insbesondere für hoch radioaktive Abfallstoffe bietet für einen Zeitraum von einer Million Jahre die nach heutigem Wissensstand bestmögliche Sicherheit für den dauerhaften Schutz von Mensch und Umwelt vor ionisierender Strahlung und sonstigen schädlichen Wirkungen dieser Abfälle. — Abschlussbericht der Endlagerkommission, K.-Drs. 286, S. 251

Für einen Moment (und mit aktuellen KI-Ethik-Thesen im Hinterkopf) hatte ich den folgenden Gedanken: Wenn wir Menschen also seit über 40 Jahren nicht einmal in der Lage sind, uns diesbezüglich auf objektive geologische Kriterien zu einigen, vielleicht wäre es dann schlauer, das eine Maschine für uns entscheiden zu lassen. Bis 2031 dürfte die KI-Technologie doch wohl soweit sein und dann kann sich keiner mehr beklagen, dass die Landkarte nicht weiß genug gewesen sei.

Nicht lustig. Ich hör auch schon auf. Vielleicht hätte ich lieber über die neueste deutsche KI "DeepL" schreiben sollen. Die trägt zur Völkerverständigung bei, ist kostenlos von jedem nutzbar, verwendet natürliche Ressourcen zur Kühlung in Island, unterliegt deutscher Gesetzgebung und gehört ausnahmsweise keinem amerikanischen Unternehmensmoloch. Nur: Leider ist sie nicht aus Niedersachsen, sondern aus Köln und gehört darum nicht hierher.

Abgelegt im Stapel:
Niedersachen

 

hüa+ 0.9 — Stolzer Einwohner von Antville seit 1916 Tagen. mit in Niedersachsen.